Teilnahmebedingungen 

Stand Mai 2022

1. Teilnahmeberechtigung

1.1 Für die Teilnahme am GovUp.NRW Ideenwettbewerb ist eine Bewerbung der Start-ups durch das vollständige Einreichen der Bewerbungsunterlagen über das Portal Judgify möglich. Alternativ kann die Bewerbung per E-Mail an govup.nrw@pd-g.de geschickt werden. Die Teilnahme ist kostenlos. Ein Anspruch auf eine Zusage besteht nicht.

1.2 Die Bewerbungsfrist für den GovUp.NRW Ideenwettbewerb endet vier Wochen nach dem Reverse Pitch-Event, voraussichtlich am 19.07.2022, 23:59 Uhr. Bei höherer Gewalt behält sich der Veranstalter eine Verlängerung der Fristen vor. 

1.3 Teilnahmeberechtigt sind Start-ups aus der GovTech Szene und IT-Branche, deren Sitz in Deutschland ist und die nach dem 01.01.2015 gegründet wurden. Die Gründung muss durch Handelsregistereintrag, Gewerbeanmeldung o.ä. nachweisbar sein. Wir ermutigen insbesondere Start-ups aus Nordrhein-Westfalen dazu, sich für den GovUp.NRW Ideenwettbewerb zu bewerben. 

1.4 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Veranstalters sowie des dem Veranstalter nachgeordneten Bereiches und sonstige an der Ausrichtung des Wettbewerbs Beteiligte (z.B. IT-Dienstleister, Jury-Mitglieder, etc.) und deren Angehörige sind von der Teilnahme vom GovUp.NRW Ideenwettbewerb ausgeschlossen. Die Teilnahme von Agenturen und Unternehmensberatungen ist ebenfalls ausgeschlossen.

1.5 Teilnahmeberechtigt sind Start-ups, die ein skalierbares digitales Geschäftsmodell verfolgen, welches eine Lösung für eine der drei Challenges des Ideenwettbewerbs anbietet. Spezifische Anforderungen und Erwartungen an die Lösungen werden mit dem Launch der Problemstellungen zu jeder Challenge separat aufgeführt.  

1.6 Preisgelder werden nach der De-minimis-Beihilfe-Verordnung ausgezahlt. Eine entsprechende De-minimis-Erklärung wird vor der Auszahlung des Preisgelds vorzulegen sein. Es gilt zu beachten, dass die ausgewählten Start-ups einen Betrag an empfangenen Beihilfen in Höhe von insgesamt 200.000 EUR innerhalb der letzten drei Steuerjahre nicht überschreiten dürfen.

1.7 Die Gründerinnen und Gründer erklären sich für den Fall, dass ihr Start-up eine Zusage zum GovUp.NRW Ideenwettbewerb erhält, bereit, an der achtwöchigen Prototyping-Phase im August und September 2022 teilzunehmen, anschließend einen Prototyp und/oder ein Umsetzungskonzept oder Vergleichbares einzureichen und am Presentation Day, voraussichtlich im Oktober 2022, vor einer Jury zu präsentieren. Eine zeitliche Verschiebung kann nicht ausgeschlossen werden. Falls die Durchführung einer Präsenzveranstaltung nicht möglich sein sollte, wird der Presentation Day als virtuelle Veranstaltung abgehalten. 
Die Teilnahme am Wettbewerb (von der Bewerbung bis zum Prototyping) erfolgt auf Deutsch, ebenso sind die zu erarbeitenden Prototypen und Umsetzungskonzepte in deutscher Sprache zu erbringen.  

1.8 Mit Anklicken des Kästchens „Ich akzeptiere die Teilnahmebedingungen“ versichern die Gründer, dass ihr Start-up die Voraussetzungen für die Teilnahme am GovUp.NRW Ideenwettbewerb gemäß diesen Teilnahmebedingungen erfüllen. Die Gründer akzeptieren, dass die Entscheidung über das Weiterkommen im Wettbewerb alleine bei der Jury liegt. 

1.9 Mit dem Absenden der Registrierung erklären sich die Gründerinnen und Gründer damit einverstanden, dass Informationen über das Start-up und die Gründerinnen und Gründer ggf. mit Lichtbildern und Videomaterial in der Kommunikationsarbeit des Landes Nordrhein-Westfalen genutzt werden dürfen.

2. Auswahlverfahren und Prämien

2.1 Eine Jury bewertet den Innovationsgrad und die Originalität der Lösungsidee in Bezug auf die Challenge,  das Wirkungspotenzial und den Mehrwert der Lösungsidee (für Bürgerinnen und Bürger, die Landesverwaltung und ggf. Wirtschaft) sowie die Machbarkeit. Maximal drei Start-ups mit den jeweils besten Bewertungen für eine Challenge erhalten eine Zusage zur Vertiefung der Ideen im Ideenwettbewerb.

2.2 Die Benachrichtigung über eine Zusage zum GovUp.NRW Ideenwettbewerb erfolgt innerhalb von zwei Wochen nach Ablauf der Bewerbungsfrist, voraussichtlich bis zum 31.07.2022. 

2.3 Bestätigt das eingeladene Start-up nicht innerhalb von einer Woche nach Benachrichtigung die Teilnahme gegenüber dem Veranstalter, so verfällt der Anspruch auf die Teilnahme am Ideenwettbewerb ersatzlos. 

2.4 Im Anschluss an die achtwöchige Prototyping-Phase des Ideenwettbewerbs findet der finale Entscheid durch eine Fachjury statt. Diese bewertet die Prototypen und/oder Umsetzungskonzepte hinsichtlich der Aspekte Innovationsgrad, Wirkungspotenzial und Machbarkeit. Im Vordergrund des Ideenwettbewerbs steht die Ideengenerierung. Details zur technischen Umsetzung sind jedoch ausdrücklich erwünscht. 

2.5 Sowohl (Umsetzungs-)Konzepte als auch klickbare Prototypen der Lösungsideen werden als Endprodukte anerkannt. Mögliche Prototypen sollten in einer solchen Darstellungsform vorliegen, dass deren interaktive Funktionalitäten im Rahmen einer abschließenden Präsentation gezeigt - und idealerweise von potenziellen Nutzenden erprobt - werden können. Umsetzungskonzepte sind schriftliche Erläuterungen, in denen die wesentlichen Aspekte einer späteren Implementierung beschrieben werden. Dabei wird auch aufgezeigt, inwiefern das Produkt perspektivisch innerhalb der technischen Infrastruktur der Landesverwaltungen und unter Beachtung der DSGVO-Erfordernisse implementiert werden kann. Die genauen Details und Anforderungen der im Rahmen der Prototyping-Phase zu entwickelnden Liefergegenstände hängt von der finalen Ausgestaltung der Challenges ab und wird den teilnehmenden Startups zu Beginn des Prototypings transparent dargelegt. 

2.6 Das erstplatzierte Start-up jeder Challenge erhält 9.000 Euro, das Zweitplatzierte 5.000 Euro und das Drittplatzierte 2.500 Euro

2.7 Mit der Prämierung der Ideen gilt der Wettbewerb offiziell als beendet. Eine Nachnutzung der Ideen wird angestrebt, ist jedoch nicht Bestandteil des Wettbewerbs. Der CIO freut sich jedoch ausdrücklich auf einen anschließend anhaltenden und konstruktiven Austausch mit der Gov-Tech-Szene.

2.8 Die Beachtung steuerlicher Vorschriften im Zusammenhang mit der Auszahlung der Siegerprämie liegt im Verantwortungsbereich der prämierten Gründer.

3. Nutzungsrechte und Ergebnisverwendung

3.1 Mit Einreichung der Prototypen und/oder Umsetzungskonzepte übermitteln die Teilnehmer das einfache, übertragbare und unterlizenzierbare Nutzungsrecht an den Liefergegenständen an die Landesverwaltung Nordrhein-Westfalen. Bereits entwickelte proprietäre Softwarelösungen, die zuvor von dem jeweiligen Start-up entwickelt wurden, sind davon nicht betroffen. Die Übermittlung der Nutzungsrechte erfolgt nur zu dem Zweck, dass die Landesverwaltung Nordrhein-Westfalen auf dieser Basis potenzielle Wege der (Weiter-)Entwicklung, Implementierung oder Ausschreibung der Idee erkunden kann. Aus der Teilnahme am Wettbewerb und der Prämierung der Lösungen ergibt sich kein Anspruch auf eine Auftragsvergabe.

4. Ausschlusskriterien 

4.1 Start-ups, die gegen die Teilnahmebedingungen verstoßen oder bewusst unrichtige Angaben machen, können von der Teilnahme am Wettbewerb mit sofortiger Wirkung ausgeschlossen werden. Liegen die Voraussetzungen für einen Ausschluss vor, kann die Zusage für die Teilnahme oder das Preisgeld nachträglich aberkannt oder zurückgefordert werden. 

4.2 Der Veranstalter ist berechtigt, Start-ups, die das Vorliegen der in Ziff. 1.2-1.9 genannten Voraussetzungen auf Anforderung nicht nachweisen oder bei denen der begründete Verdacht besteht, dass sie gegen diese Teilnahmebedingungen verstoßen, von der Teilnahme am Wettbewerb auszuschließen und gegebenenfalls auch nachträglich die Zusage abzuerkennen oder das Preisgeld zurückzufordern.

5. Haftungsausschluss

5.1 Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer akzeptieren, dass der Veranstalter keine Haftung übernimmt, falls die Internetseite www.govup.nrw nicht verfügbar sein sollte. Der Veranstalter haftet nicht, wenn aufgrund technischer Störungen oder vergleichbarer Schwierigkeiten, Datenübermittlungen gar nicht, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig möglich sind; ebenso für Verlust oder Löschung von Daten und bei Cyberangriffen. Dies gilt nicht bei vorsätzlichem oder grob fahrlässigem Handeln. Dieser Haftungsausschluss gilt nicht für Verletzungen von Körper, Leben oder Gesundheit.

6. Datenschutz

6.1 Der Teilnehmer verpflichtet sich, die datenschutzrechtlichen Bestimmungen einzuhalten. Hiervon erfasst sind insbesondere die gesetzlichen Regelungen der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) und/oder der jeweils geltenden Landesdatenschutzgesetze.

6.2 Auf die Datenschutzhinweise wird verwiesen. 

7. Änderungen der Verfügbarkeit und Bedingungen

7.1 Der Veranstalter behält sich vor, die Teilnahmebedingungen jederzeit mit Wirkung für die Zukunft zu ändern oder anzupassen. In diesem Fall werden die Start-ups hierüber auf der Internetseite www.govup.nrw informiert. 

7.2 Der Veranstalter behält sich vor, die Verfügbarkeit der Internetseite www.govup.nrw (auch ohne vorherige Ankündigung) ganz oder teilweise einzustellen oder den Zugang hierzu ganz oder teilweise einzuschränken.

7.3 Sollten einzelne oder mehrere Bestimmungen dieser Teilnahmebedingungen unwirksam, lückenhaft oder undurchführbar sein, bleibt davon die Wirksamkeit der Teilnahmebedingungen im Übrigen unberührt. An die Stelle der unwirksamen, lückenhaften oder undurchführbaren Bestimmungen treten Regelungen, die dem Inhalt am nächsten kommen, der vereinbart worden wäre, wenn die Unwirksamkeit, die Lücke oder Undurchführbarkeit bedacht worden wäre.

8. Ausschluss des Rechtsweges

8.1 Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

9. Ansprechpartner

9.1 Für weitere Fragen steht Ihnen das Projektteam, erreichbar unter govup.nrw@pd-g.de, gerne zur Verfügung.